Von der Idee bis zur Chance - Naturschutzgroßprojekt

Halsbandschnäpper von Dr. Ulrich Mäck

Im Jahr 2008 hatten die Bundesministerien für Umwelt und Landwirtschaft einen gemeinsamen Ideenwettbewerb ausgerufen, bei dem Vorschläge für modellhafte Naturschutzprojekte in Mooren, Wäldern und urbanen Landschaften eingereicht werden konnten. Ergänzend  zu den Naturschutzmaßnahmen sollten auch Ideen zur Entwicklung des ländlichen Raumes formuliert werden.

Donautal-Aktiv e.V. hatte sich in Kooperation mit der ARGE Donaumoos mit dem ehrgeizigen Projekt eines Auwaldverbundes entlang der Donau zwischen Iller und Lech beworben.

Unter den bundesweit 122 eingereichten Projektideen war die Ideenskizze des Schwäbischen Donautales so überzeugend, dass diese mit nur 4 weiteren Regionen im Jahr 2009 den Zukunftspreis Naturschutz erhielt. Nun stehen Finanzmittel in Höhe von bis zu 11,5 Mio. € für die Revitalisierung der Donauauen und die Steigerung der regionalen Wertschöpfung zur Verfügung.

 

Gesamtvolumen Naturschutzgroßprojekt: ca. 9,75 Mio. €

Phase I (2009 bis März 2011): ca. 800.000 €

Phase II (2011 bis 2019) ca. 9 Mio. €

Förderquote: 75% Bundesamt für Naturschutz

                        15% bayerisches Umweltministerium

                        10% Eigenanteil aus der Region

                        (Landkreise Dillingen, Donau-Ries und Günzburg).

Fördervolumen Ländliche Entwicklung (2009-2014): ca. 1,5 Mio. €  (Bundeslandwirtschaftministerium u. bayerisches Landwirtschaftministerium).

 

Das Schwäbische Donautal zwischen Iller und Lech gehört mit 10% der bundesweiten Auwälder zu den größten zusammenhängenden Auwaldgebieten Deutschlands. Es ist ein wesentlicher Baustein der zentralen europäischen Auenverbundachse zwischen Mitteleuropa und dem Schwarzen Meer. Hier finden sich Lebensräume von 150 Brutvögeln und über 500 Arten der Roten-Liste. Darunter sind Tiere und Pflanzen, die nur an der Donau vorkommen, wie z.B. das Donau-Neunauge. Oder sie haben hier ihren bundesweiten Verbreitungsschwerpunkt, wie z.B. der Halsbandschnäpper.

Allerdings wurde durch die Donaubegradigung und den Bau von insgesamt 10 Staustufen in den letzten beiden Jahrhunderten die Fließgewässer- und Überflutungsdynamik nachhaltig verändert. Die forst- und landwirtschaftliche Nutzung wurde stark intensiviert. So ist der Ackeranteil von ehemals nur ca. 20% auf über 85% gestiegen.

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